Unsere LGB-Clubanlage

Der MECW hat eigentlich nie das Ziel verfolgt eine LGB-Anlage zu planen oder gar zu bauen. Die Idee ist aus der Not heraus geboren, die Kinder der Besucher unserer Ausstellungen und Börsen zu beschäftigen und eventuell selbst für die Modellbahn zu begeistern.


Schnell entstand ein Konzept, die Gartenbahn lose auf Tischen oder Bühnenteilen aufzubauen. Jedes Clubmitglied, welches etwas beisteuern konnte um eine Anlage zu präsentieren, brachte dies´ mit. Die Teile wurden farblich markiert damit später wieder alles den Eigemtümer zugeordnet werden konnte.


Diese Art der Anlagenplanung war von den Auf- und Abbauzeiten sehr aufwendig. Fast immer wurden Nachtschichten eingelegt. Es war eigentlich ein Provisorium, aber es hat immer funktioniert.


Nach dem Besuch der Kölner Modellbahnmesse 1990 wurde die Idee geboren nun doch eine 2m LGB-Modulanlage zu bauen. Nicht zuletzt um den Auf- und Abbau einfacher zu gestalten. Zusätzlich zu der im Bau befindlichen H0-Anlage hatten wir nun eine 2. Baustelle.


Neues Thema waren nun die LGB-Module: Wie geht das alls unter einen Hut? Es ging, wenn auch nur langsam. Langsam deshalb, weil man die Kunst 12 Architekten unter einen Hut zu bekommen erst erlernen musste. Auch wollten wie nicht nach einer bestehenden Norm bauen, sondern selber etwas praktisches entwickeln. Wobei auch von anderen Vereinen der ein oder andere Rat oder eine Idee angenommen wurde. Niemand sollte ein jedes Mal das Rad neu zu erfinden. Viele Ideen sind wieder verworfen worden und das Konzept ist über die Jahre gewachsen.


Ein kluger Modelleisenbahner hat mal gesagt: Man plane und baue etwas so, dass die Hoffnung besteht, es zu Lebzeiten fertig zu stellen. Schnell haben wir erkannt, dass sich die Regeln für den Bau von LGB-Modulen aus der Gleisgeometrie, der Grösse der Fahrzeuge und das Wichtigste: dem Transport ergeben. Wer die Schönheit seiner Module erhalten will, der achte auf sicheren Transport. Dazu sollte alles gut durchdacht werden. Die Einheitsgrösse der Module zum besseren transportieren, hohe Modulkästen oder Aufsatzteile für Landschaftserhebungen.


So wurde der Baubeginn der Anlage auf April 1991 festgelegt. Die Aktivitäten starteten in der Garage und im Wintergarten des damaligen 1. Vorsitzenden. Zuerst wurde der Bahnhof Hubertushöhe und dessen Umfeld gebaut. Die Brückenmodule entstanden erst 1998 und 2002. Verstellbare Stützfüsse und verstärkte Metallecken um diese zu montieren wurden selbst entwickelt und hergestellt. Dieses Bauteile haben sich bis heute bewährt und finden bereits bei 7 weiteren Anlagen Verwendung. Desweiteren wurde die Kastenhöhe der Modulhöhe auf 80mm festgelegt. Die Kastengrösse wurde anfangs vernachlässigt, aber schnell einigte man sich zum besseren Transport auf eine Einheitsgrösse von 1,50 x 0,80m. Die Deckplatten der Kästen wurden aus 13mm Spanplatten gefertigt. Die Rahmenteile sind aus 19mm starker Tischlerplatte mit zwei Verstrebungen (sollte wohl für die Ewigkeit halten - hat aber auch alle Transporte bisher heute überstanden).


Für die Bohrungen wurde eine Schablone angefertigt. Damit sich die Verbindungsschrauben nicht in das Holz einziehen, wurde das Umfeld der Bohrungen mit 2mm Aluplatten verstärkt. Die Gleise liegen zur Geräuschdämmung auf 20mm Styropur. Heute nehmen wir Styrodur, weil dieses höherer verdichtet ist. Die Gleisübergänge der Module werden auf Tischlerplatten fixiert. (Bei den neuesten LGB-Modulen verwenden wir nur noch 8mm Pappelsperrholz als Deckplatte. Die Grösse der Module reduzierten wir auf 1,00 x 0,60m. Das verringert das Gewicht erheblich und verbessert die Handlichkeit.)


Die Verdrahtung wird mit Steckern von Modul zu Modul durchgeführt. Zwischenzeitlich können wir die Anlage sowohl digital betreiben.


Vieles wurde in den Jahren aus- und umgebaut. Beistellmodule und Halbreliefhäuser wurden gebaut damit auch die Landschaft nicht zu kurz kommt. Bäume wurden entwickelt und gebaut, die auch aussehen wie Bäume und vor allem eine angemessene Grösse haben.


Über die Jahre ist die Anlage auf 10,00 x 5,00m angewachsen. Diese kann aber noch mit privaten Modulen unserer Mitglieder auf 19,00 x 5,00m erweitert werden. Aber auch bei kleineren Platzverhältnissen können wir eine funktionsfähige Anlage präsentieren. Die Grösse der Anlage richtet sich aber vielfach nach den Transportkapazitäten (oder: Die Anzahl Fahrzeuge der Mitglieder).


Vom Rundverkehr auf der Anlage werden wir uns in Zukunft nun doch wieder verabschieden und zum Betrieb von A nach B zurückkehren. Der Spielwert ist höher und auf weniger Fläche kann mehr präsentiert werden.


Wer neugierig geworden ist oder noch Fragen hat, der kann uns zu jeder Zeit im Clubheim auf dem Swisterhof besuchen oder einfach mailen!.